Lese- und Kunstnacht - ENTFÄLLT

Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement | Montag, 19. Oktober 2020 - 19:00 | Extra

Spielort: Kleiner Goldener Saal

Entfällt!

Diese Veranstaltung muss leider ENTFALLEN

 

Den Auftakt der Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement  bildet die Lese- und Kunstnacht im Kleinen Goldenen Saal. Der Abend mit Lesungen, Musik und Filmbeiträgen wird gestaltet von Christiane Neudecker, Matthias Politycki, Doron Rabinovici, Thomas Lehr und Paula Fünfeck. Das Rahmenprogramm wird von dem Ensemble Mehr Musik! unter der Leitung von Iris Lichtinger gemeinsam mit der Visual Art Künstlerin Stefanie Sixt arrangiert.

Montag, 19. Oktober 2020, Kleiner Goldener Saal, Beginn 19:00 Uhr. Karten 12,- Euro, ermäßigt 8,- Euro (zzgl. VVK).

 

Die seit dem Jahr 2018 etablierte Reihe Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement hat es sich zum Ziel gesetzt, Autor*innen, Kulturschaffende, Studierende und Wissenschaftler*innen an einen Tisch zu bringen, um über aktuelle gesellschaftlich relevante Themen und ihre Bedeutsamkeit in den Künsten zu diskutieren.

Zentraler Gegenstand der diesjährigen Diskussionen, Lesungen und Performances wird das Thema Ritual sein. Gerade die ausdifferenzierte, transnationale Gesellschaft scheint das Ritual als Möglichkeit eines kollektiven wie individuellen Sinnstiftungsprozesses wieder zu entdecken. Dabei sind Rituale offenbar ein wichtiges Element des Zusammenlebens und zeichnen sich durch immer wiederkehrende Abläufe aus. Können auch Texte die Funktion von Ritualspeichern übernehmen? Welchen Anteil haben sie dann an den Erinnerungskulturen und schließlich, kann vielleicht auch der Akt des Schreibens als eine Form des Rituals verstanden werden? Wo sind die Grenzen zwischen Kult und Ritual zu ziehen und welche Rolle spielen die Künste, die Literatur und das Theater bei der Inszenierung, Reflexion und Speicherung von Ritualen? Und schließlich: Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Krisensituation wäre auch die Frage zu stellen, welche neuen Rituale bilden sich aus, wie verändern sich bereits bestehende Rituale und welche Auswirkungen hat dies auf die Gesellschaft?

 

Ritual und Musik sind eng miteinander verbunden – Musik gestaltet und prägt Rituale weltweit, egal ob gesellschaftlicher oder spiritueller Natur. Sie hat die Kraft, ein Ritual zu emotionalisieren, sie kann aber auch Alltagshandlungen formalisieren und sogar überhöhen.

Für die „Lesenacht“ spielt das MEHR MUSIK! Ensemble Werke von Komponisten, die einen engen Bezug zum Rituellen haben oder zulassen. Mozarts Freimaurer-Stücke KV 410 und KV 411 sind instrumentale Ritualmusiken, die „die Wanderungen unterstützt haben, die jeder neu Aufgenommene im Ritual zu absolvieren hatte“ (Wolfgang Brunner).  Arvo Pärts „Fratres“ ist zutiefst spirituell und ruft innere Bilder mystischer Rituale hervor. Louis Andriessens Werk „Workers Union“ huldigt dem formalisierten Arbeitsalltag, in dem das Individuum mit vollster Kraft zum Gelingen des großen Ganzen beiträgt.

Die Videokünstlerin Stefanie Sixt hat kongeniale Bilder zur Musik geschaffen, die dem Klang eine zweite, neue Ebene einziehen.

 

 

 

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